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Geschäftsführer Björn Viergutz

Björn Viergutz: Gründer und Geschäftsführer von Juvigo

Geschäftsführer Björn Viergutz

Mein Name ist Björn Viergutz, Jahrgang 1990, und ich habe Juvigo während meines Studiums gegründet. Geboren bin ich im schönen Wismar an der Ostsee und aufgewachsen in Berlin, wo ich auch heute noch bzw. wieder lebe. Während meines Studiums habe ich nämlich auch eine Zeit lang in Tübingen, Moskau und Paris gelebt. Meine Freizeit verbringe ich am liebsten am Wasser – egal, ob im Campingurlaub, beim Kanufahren, Angeln oder einfach auf einem Tagesausflug zum See. Das Berliner Umland ist dafür natürlich ideal und bietet nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, um schnell raus in die Natur zu kommen.

Wie kamst du auf die Idee Juvigo zu gründen?

Meine Leidenschaft für Feriencamps begann, als ich mit 9 Jahren das erste mal selbst eins besucht und dann jedes Jahr an verschiedenen Camps teilgenommen habe. Später war ich als Betreuer dabei und habe dann relativ schnell mein erstes Feriencamp geleitet – mit Verantwortung für 150 Kinder. Mit damals zarten 18 Jahren war ich jünger als fast alle Betreuer aus meinem Team. Zur Gründung von Juvigo kam es dann während meines Studiums. Die Semesterferien und fast meine gesamte Freizeit habe ich genutzt, um die Plattform für Anbieter von Kinder- und Jugendreisen aufzubauen. Denen fehlt es einfach oft an Lust und Zeit sowie am Know-how, um einen modernen Online-Auftritt zu gestalten und zu pflegen. Und ich wollte Ferienreisen für die Eltern leichter auffindbar machen. 

Was hast du vor der Gründung von Juvigo gemacht?

Vor bzw. sogar noch während der Gründung von Juvigo habe ich VWL studiert. Juvigo ist also tatsächlich meine erste „richtige“ Anstellung – abgesehen von diversen Nebenjobs als Student.

Also hast du keine klassische Ausbildung oder ein Studium zum Touristiker?

Genau. Bis zur Gründung von Juvigo hatte ich eigentlich nichts mit der Touristik am Hut. In diesem Sinne bin ich also ein klassischer Quereinsteiger.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag von dir aus?

Einen typischen Arbeitsalltag gibt es bei mir nicht wirklich. Den gab es auch nie, da sich meine Aufgaben mit der Zeit sehr stark gewandelt haben. Das liegt vor allem daran, dass ich am Anfang noch vieles selbst gemacht habe. Davon profitieren heute vor allem meine Kollegen, denn sie wissen, dass ich mich schnell in ihre Probleme und Fragestellungen hineindenken kann. Inzwischen beschäftige ich mich aber mehr mit strategischen Fragestellungen: Wie vergrößern wir stetig die Anzahl unserer Partner und liefern weiterhin für jeden einzelnen von ihnen einen überragenden Service? Wie gewährleisten wir die extrem hohe Juvigo-Qualität, für die uns unsere Kunden schätzen? Diese Kernfragen sollten wir – trotz starken Wachstums und fortschreitender Internationalisierung – nie aus den Augen verlieren, denn sie sind die Basis unseres Geschäftsmodells. 

Was macht dir am meisten Spaß an deiner Arbeit?

Wie eben schon gesagt: Ich habe alles irgendwann einmal selbst gemacht. Und ich glaube auch, dass ich es soooo schlecht nicht gemacht haben kann, denn sonst wäre Juvigo in den letzten Jahren nicht so erfolgreich gewesen. Aber: Ich bin auch felsenfest davon überzeugt, dass es immer jemanden gibt, der es noch besser kann. Wenn ich einem meiner Kollegen eine Aufgabe anvertraue und merke, dass der- oder diejenige es schon nach kurzer Zeit viel besser macht als ich selbst – dieser Moment ist einfach unbeschreiblich und gibt mir ein enormes Glücksgefühl.

Was macht dir am wenigsten Spaß an deiner Arbeit?

Licht und Schatten liegen da wie immer sehr nah beieinander: Auf der einen Seite gehört es zu meinen Lieblingstätigkeiten, unsere Partner vor Ort zu besuchen. Man entdeckt so viele schöne Ecken und lernt interessante Menschen kennen! Was ich auf der anderen Seite aber absolut nervig finde, sind die unzähligen Stunden, die man im Auto verbringt, um erst einmal dorthin zu kommen. Ich wäre also auf jeden Fall ein first mover, wenn die ersten autonom fahrenden Autos auf den Markt kommen, damit ich die Zeit im Auto endlich besser nutzen kann!

Was ist dir bei deinen Mitarbeitern und Bewerbern besonders wichtig?

Besonders wichtig ist mir schon immer gewesen, dass meine Mitarbeiter Lust auf das Produkt haben – Lust auf Feriencamps, Jugendreisen und Sprachreisen. Aus diesem Grund haben fast alle hier schon einmal eine solche Reise erlebt – entweder als Betreuer oder als Teilnehmer. Diese Authentizität ist der Grund für die hohe Glaubwürdigkeit und das enorme Vertrauen, das wir uns bei Kunden und Kooperationspartnern in den letzten Jahren erarbeitet haben. Darüber hinaus muss jemand fachlich voll überzeugen und menschlich ins Team passen.

Wie entscheidest du, ob jemand gut zu Juvigo passt?

Zunächst einmal entscheide ich das nicht allein. Wer sich bei uns bewirbt, durchläuft einen mehrstufigen Bewerbungsprozess und kommt dabei mit zwei bis drei Teammitgliedern in direkten und intensiven Kontakt. Wir machen uns dabei ein detailliertes Bild und treffen am Ende gemeinsam eine Entscheidung. Dieser Bewerbungsprozess ist einer der wenigen Bereiche, in die ich noch stark operativ involviert bin. Ich sehe es als eine meiner Hauptaufgaben an, für mein Unternehmen die besten Leute zu finden, auszubilden und zu halten. Diesen Leuten will ich bei Juvigo ein Umfeld bieten, in dem sie erfolgreich sein können.

Ist Juvigo eher auf der Suche nach erfahrenen Mitarbeitern oder sind auch Berufseinsteiger gerne gesehen?

Sowohl als auch. Natürlich ist relevante Arbeitserfahrung ein gewaltiges Plus und ich bin sehr froh, einige erfahrene Touristiker in meinem Team zu haben. Aber auch als Berufseinsteiger kann man bei Juvigo wirklich etwas bewegen und schnell eine verantwortungsvolle Position einnehmen. Ein ganz elementarer Teil unserer Unternehmenskultur ist es, jungen Leuten viel Vertrauen zu schenken und sie in ihrer Entwicklung zu fördern und zu stärken. Das fängt schon bei Praktikanten, dualen Studenten und Auszubildenden an. Aber ich habe auch die klare Erwartung, dass jeder diese Rolle annimmt und bereit ist zu lernen. Kurz gesagt: Wir fördern junge Leute, fordern sie aber auch.

Juvigo ist also auch Ausbildungsbetrieb?

Ja genau! Seit 2019 können Tourismuskaufleute ihre Ausbildung bei uns absolvieren. Dabei legen wir viel Wert darauf, dass innerhalb des festgelegten Rahmenlehrplans die persönlichen Stärken der Azubis beachtet werden. So durchlaufen sie alle Unternehmensbereiche während der Ausbildung und fokussieren sich dabei auf einen Teilbereich. Sei es das kreative Schreiben im Content-Bereich oder die Kommunikation mit Kunden und Partnern im Vertrieb. 

Außerdem sind wir seit 2020 Praxispartner mehrerer Hochschulen und bieten dualen Studierenden eine große Auswahl individueller Studienmöglichkeiten an. Bei Juvigo erhalten sie verantwortungsvolle Projekte ab Tag eins! Gleiches gilt für Praktikanten. Ich habe gemerkt, dass diese Verantwortung die jungen Leute motiviert. Das funktioniert natürlich nur, wenn sie dabei stets unterstützt werden und sich nicht alleine gelassen fühlen! Aber ich denke, dass wir das ganz gut hinbekommen! 

Überall liest man von einer steilen Lernkurve. Wie sind die Aufstiegschancen bei Juvigo?

Eine steile Lernkurve hat ja erst einmal nicht direkt etwas mit Aufstieg zu tun. Aber richtig ist natürlich: Wer schnell lernt und dabei überdurchschnittliche Leistungen zeigt, hat dann auch relativ schnell die Chance, wichtige Aufgaben und sogar direkte Personalverantwortung zu übernehmen. Um ein Beispiel zu geben: Vor knapp zwei Jahren habe ich eine Assistenzstelle ausgeschrieben, um mich bei administrativen Aufgaben zu entlasten. Die betreffende Kollegin kam direkt von der Uni – war also eine Berufseinsteigerin. Ihre Position hat sich immer mehr ausgeweitet und inzwischen ist sie als Head of Operations für das gesamte operative Geschäft verantwortlich. Bei uns gibt es viele solcher Beispiele. Wenn sich jemand bei uns fachlich und persönlich so schnell entwickelt, macht mich das besonders stolz.

Und wie sieht es mit der Bezahlung aus?

Ich sehe die Mitarbeiter als unser wichtigstes Kapital. In den ersten drei Jahren nach der Gründung waren die Umsätze aber ehrlicherweise nicht ausreichend, um marktkonforme Gehälter zu zahlen. Umso dankbarer bin ich, dass das Kernteam aus dieser Zeit heute immer noch an Bord ist und jetzt natürlich zu den Top-Verdienern gehört. Heute haben wir den Anspruch, mehr zu zahlen als der Touristik-Branchenschnitt. Juvigo ist in den letzten Jahren sehr stark gewachsen. Und ein Unternehmen kann nur wachsen, wenn seine Mitarbeiter mit ihm wachsen. Dann wachsen auch die Löhne und Gehälter. Für mich gehört Wachstum auf diesen drei Ebenen – Unternehmen, Mitarbeiter, Gehälter – untrennbar zusammen. Außerdem wollen wir mit Gleitzeit, vollem Überstundenausgleich und einem sehr zentralen Bürostandort bei Mitarbeitern und Bewerbern punkten.

Habt ihr auch schon einmal Krisen durchlebt?

Auf jeden Fall. Ich glaube das macht jedes Unternehmen irgendwann einmal durch. Die größte Herausforderung abseits der klassischen „Geburtswehen“ eines Start-ups war sicherlich die Corona-Krise. Unser Geschäftsmodell hat sich allerdings als äußerst krisenresistent erwiesen. Selbst im Corona-Jahr 2020 waren wir nur für ein paar Wochen in Kurzarbeit. Ich kenne kein anderes Unternehmen aus unserer Branche, welches das gesamte Team so schnell und vollständig wieder aus der Kurzarbeit geholt hat wie wir. Gerade in Krisenzeiten finde ich es wichtig, seinen Werten treu zu bleiben. In meinem Fall bedeutet das: langfristig denken, Wort halten und weltoffen sein. Konkret in Bezug auf Juvigo hatte das zur Folge, dass ich an unserem Konzept nie gezweifelt und beharrlich mit meinem Team auf den Tag hingearbeitet habe, an dem Reisen wieder erlaubt waren. Außerdem war es mir wichtig, nach außen und innen als verlässlicher Partner aufzutreten: Unseren Veranstalter-Partnern haben wir Provisionszahlungen gestundet und bei meinen Mitarbeitern habe ich vor der Krise zugesagte Gehaltserhöhungen ohne Ausnahme eingehalten. Und von unseren Internationalisierungsplänen sind wir auch nicht abgewichen.

Würdest du manchmal lieber etwas anderes machen?

The highs are higher, the lows are lower – ich glaube, das beschreibt ganz gut, was es bedeutet, sein eigenes Unternehmen aufzubauen. Klar, es gab in den letzten Jahren auch immer mal wieder schwierige Phasen. Dennoch kann ich mir zurzeit nichts Schöneres vorstellen, als das, was ich Tag für Tag mache: ein erfolgreiches Unternehmen und ein internationales Team aufbauen, in dem jeder sein Potenzial voll entfalten und vielleicht sogar über sich hinaus wachsen kann. 


Du möchtest Teil von Björns Team werden? Dann schau direkt in unserem Karriere-Portal vorbei. Dort findest du alle unsere offenen Stellen.

Hier findest du das Interview mit Björn auf Englisch mit Fokus auf Internationalisierung sowie Karriere- und Wachstumsperspektiven: Björn Viergutz, Founder and CEO of Juvigo 🇬🇧

4.8 / 5. Insgesamt: 17

Romie
Romie

Romie zieht als kreativer Kopf des Online-Magazins mit besonderem Geschick die Fäden, sobald es rund um PR und Marketing geht. Wenn sich Journalisten bei Juvigo melden, bildet sie die sympathisch-aufgeweckte Stimme hinter dem Team - und das aus erfahrener Überzeugung! Als Kind war Romie das ein oder andere Mal in den Reiterferien, ihr Herz gehört aber dennoch bis heute den Action-Camps, obwohl sie früher Neptunfeste als ihren Erzfeind auserkoren hatte. Stattdessen standen Nachtwanderungen und Schnipseljagden auf dem Lieblingsprogramm! Heute vertreibt sich Romie ihre Freizeit mit Nähen, Radfahren und dem Backen köstlicher Spezialitäten. Außerdem unternimmt sie viel mit Familie und Freunden.

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