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Deine Karriere in der Reisebranche. So gelingt der Berufseinstieg

Im Interview mit Tobias Klöpf vom Young Travel Industry Club

Bereits im vergangenen Jahr haben wir uns mit Tobias Klöpf, mittlerweile Vice President vom Travel Industrie Club (TIC) und Gründer des YoungTIC getroffen. Wir haben ihn nach seinen Tipps für den erfolgreichen Start einer Karriere in der Reisebranche gefragt. Hier erzählt er uns von seinem Werdegang und was er Berufseinsteigern rät.

Hallo Tobias, möchtest du dich vielleicht erst einmal selbst vorstellen?

Ja, gerne. Mein Name ist Tobias Klöpf und ich leite seit nunmehr 3,5 Jahren, den Young Travel Industry Club. Quasi seit seiner Gründung, worauf ich sehr stolz bin, denn für den Young TIC darf ich mich mit vollem Elan für die Macher und Beweger der Reiseindustrie von morgen einsetzen und mache das mit Herzblut. Denn die Reisebranche ist wunderbar und braucht junge und taffe Talente, die die Industrie nach vorne bringen und weiterdenken – und ja, deshalb mache ich das mit Herzblut. Dafür ist der Young TIC das führende Netzwerk der jungen und motiviertesten Reiseentscheider von morgen.

Woher kennst du Juvigo?

Juvigo kenne ich seit 2017 – seit eurem Gewinn beim VIR-Sprungbrett-Wettbewerb in Berlin. Herzlichen Glückwunsch nochmal! Ihr von Juvigo seid ein großartiges Team und ein tolles Produkt – euch kann ich natürlich auch nur weiterempfehlen.

„Ihr von Juvigo seid ein großartiges Team und ein tolles Produkt – euch kann ich natürlich auch nur weiterempfehlen.“

Kannst du uns etwas zur Ausbildung im Tourismus erzählen? Man kann ja eine Ausbildung machen oder studieren. Wie ist da dein Hintergrund? Wann meinst du, lohnt sich ein Studium und wann sollte ich mich für eine Ausbildung entscheiden?

Also ich selbst komme aus dem stationären Reisevertrieb, habe quasi nach dem Abitur drei Jahre lang eine Ausbildung gemacht, was ich prinzipiell erst einmal jedem ans Herz legen möchte. Im Reisevertrieb, also klassisch im Reisebüro, lernt man die Touristik von der Basis auf und ich glaube das ist das entscheidende, wenn man eine Karriere heutzutage in der Reisebranche machen will. So lernt man von Null auf die Prozesse, Ideen und Produkte zu verstehen.

Ich glaube eine Ausbildung im Reisebüro ist sehr wertvoll und vor allem ist sie sehr breit. Man lernt auf der einen Seite die kaufmännischen Grundlagen, aber auf der anderen Seite auch Kommunikation. Außerdem lernt man Vertrieb und Verkauf. Und das ist der Schlüssel und ein Türöffner für fast alles in unserer Reisebranche. Sie ist bunt, laut und lebt von Kommunikation. Da darf man nicht auf den Mund gefallen sein. Man lernt doch eine ganze Reihe an Soft- aber auch Hardskills. 

Die Reisebranche ist bunt, laut und lebt von Kommunikation. Da darf man nicht auf den Mund gefallen sein!

Tobias Klöpf, Young Travel Industry Club

Dann war für mich immer im Vorhinein klar, dass ich weitermachen möchte. Ich hab dann meinen Bachelor in Tourismus an der Hochschule in Worms gemacht. Das war auch eine hervorragende und wertvolle Zeit. Man hat dabei quasi alle Segmente der Industrie nochmal von der Theorie her aufgearbeitet über drei Jahre hinweg. Ich hab dann on top noch meinen Master in International Management gesetzt, um den sogenannten T-Anker nochmal anzuregen.

Und das ist auch mein Tipp für alle, die in der Reisebranche Karriere machen wollen: Jeder sollte sich zunächst in einem Bereich vertiefen, das war bei mir im Bereich Vertrieb und ich bin dadurch Vertriebsprofi durch und durch. Ich kann den Ägyptern Sand verkaufen, wie meine damalige Chefin immer so schön formuliert hat. Durch meine Arbeit beim TIC, wo es vielmehr um Vernetzung rund um die ganze Reisebranche geht, aber auch durch meinen Master, habe ich es gelernt das ganze nochmal in die Vertikale zu legen und mich damit ein Stück weit generalistischer aufzustellen.

Ich glaube das ist der Schlüssel zum Erfolg. Also erst in die Tiefe und dann in die Breite und das natürlich mit einer Reihe an Soft-Factors, wie Kommunikationsgeschick, Vertriebsgeschick etc.. Ich glaube dann klappt es auch mit der Karriere in der Reisebranche – zusammen mit Mut und ein bisschen Glück.

Was kannst du jungen Berufseinsteigern noch ans Herz legen? Worauf sollten sie bei der Berufswahl achten? Gehalt ist natürlich eine Frage, aber worauf kommt es noch an?

Also junge Berufseinsteiger sollten erst einmal rausfinden “Welcher Typ bin ich selbst?” Und dazu dienen ganz klassischerweise SWOT-Analysen (Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats; dt.: Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken). Das empfehle ich auch gerne den Studierenden bei meinen Vorträgen, die ich in Hochschulen halte. Die analysieren heutzutage sämtliche Betriebszweige aller möglicher großer Unternehmen in Deutschland, aber wissen selber gar nicht um ihre eigenen Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken Bescheid. Also Berufseinsteiger: Macht eine SWAT-Analyse von euch selbst, um eure Stärken herauszufinden und daraus ergibt sich dann, mit welcher Unternehmensphilosophie ich mich wohl fühle.

„Also Berufseinsteiger: Macht eine SWOT-Analyse von euch selbst, um eure Stärken herauszufinden!“

Ich bin eher ein Macher-Typ und würde ich Großkonzernen nicht glücklich sein. Ich brauche ein kleines agiles Team mit flachen Hierarchien, wo man einfach viel und schnell entscheiden kann. Also sind für mich der Mittelstand oder Start-ups, wo auch der YTIC dazu gehört, passend. Menschen, die strukturiert arbeiten und zahlengetrieben sind, die fühlen sich sicherlich in einem großen Konzern wohl. Also erstmal auf sich selber schauen: „Was sind meine Ideen?“, „Wie stelle ich mir eine Unternehmensphilosophie vor?“, „Was passt zu mir?“. Und im zweiten Schritt eben in der Industrie schauen: „Woher kommt das Unternehmen?“, „Kommt es aus dem Handel?“, „Kommt es aus dem Mobilitätsbereich?“, „Ist es familiengeführt?“, „Ist es ein Start-up?“. Je mehr ich mich mit der Philosophie identifizieren kann, desto eher sollte ich dann dieses Unternehmen wählen.

Das ist auf jeden Fall ein sehr hilfreicher Tipp. Vielen Dank, dass du heute hier warst.


Du hast Lust bekommen auf eine Karriere in der Reisebranche? Dann schau direkt im Karriere-Bereich von Juvigo vorbei. Wir freuen uns auf deine Bewerbung!

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Ayke
Ayke

Wer sich bei Juvigo vorstellt, kommt an Ayke nicht vorbei. Mit frischem Engagement und stets einem Lächeln auf den Lippen ist sie Ansprechpartnerin für Bewerber - und verleiht Juvigo damit ein sympathisches Gesicht. Als Jugendreiseleiterin ist sie schon viel rumgekommen. Ob Kroatien, Frankreich oder Spanien, Aykes Erfahrungen in Sachen Kinder- und Jugendferien kommen aus den verschiedensten Ecken Europas.

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