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Kurzarbeit und Homeoffice: Fluch oder Segen?

Ein Erfahrungsbericht über die Zeit in Kurzarbeit bei Juvigo

Es ist Freitag, der Dreizehnte. Am 13. März 2020 beschließt die Regierung den Lockdown und damit eine fünfwöchige Kitaschließung. Ich frage mich, wie ich Kind und Arbeit unter einen Hut bekommen soll. Bei Juvigo arbeite ich 30 Stunden pro Woche – viel zu viel, um es während des Mittagsschlafs meines Sohnes zu schaffen. Mein Mann muss selbst die Notbetreuung in der Schule abdecken. Ich stelle mich also darauf ein, dass mein gerade Zweijähriger nun wohl viel Zeit vor dem Fernseher verbringen wird. Doch diese Vorstellung bereitet mir Bauchschmerzen!

Ab ins Homeoffice

Im Büro wurde schon viel über die aktuelle Situation gesprochen. Mitarbeiter sollen alle ihren Job behalten und wenn nötig im Homeoffice arbeiten – aber Kurzarbeit steht zunächst nicht auf der Agenda. Obwohl ich zu diesem Zeitpunkt selbst keine Erfahrung mit Kurzarbeit habe, stelle ich mir diese Option sehr gut vor. Nach etwas Überlegung spreche ich mit unserem Geschäftsführer Björn darüber und bin ehrlich: „Mit Kind Zuhause werde ich kein produktives Homeoffice bewerkstelligen können. Ich bin offen für Kurzarbeit.“ Nur einen Tag später geht tatsächlich die gesamte Firma (bis auf die Werkstudenten und unser Azubi) in 50 Prozent Kurzarbeit. Ich atme auf! Drei Stunden Arbeit pro Tag kann ich gut unterbringen! Aber seien wir ehrlich: Fernsehen gibt es natürlich trotzdem viel mehr als vorher.

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So vergehen die Monate März und April. Den Vormittag verbringe ich mit meinem Sohn und klappe den Laptop auf, sobald es nach dem Mittagessen für ihn ins Bett geht. Alles, was ich in diesem Zeitfenster nicht schaffe, erledige ich am Abend. Ein guter Kompromiss und ich genieße die viele Zeit, die wir als Familie aktiv gemeinsam verbringen können. Im Homeoffice arbeitete es sich auch problemlos, da ich alles, was ich benötige aus dem Büro mitnehmen konnte. Laptop, Monitor, Headset und bei Bedarf sogar meinen Bürostuhl. Da Juvigo schon vorher technisch perfekt darauf ausgerichtet war, dass jederzeit und von überall aus gearbeitet werden kann, gab es auch keine Probleme mit der Telefonanlage oder Sonstigem. Alles läuft direkt über den Laptop, ganz genau wie im Büro!

Mit dem Start in die Kurzarbeit führt Björn einen wöchentlichen Corona Q&A Call ein, in dem das gesamte Team digital zusammenkommt und wir die aktuelle Situation besprechen.

Die Agenda das Calls lautet in jeder Woche:

  1. Wie ist die Lage rund um Corona im Allgemeinen?
  2. Wie ist die Lage bei Juvigo im Besonderen?
  3. Wie sind die Entwicklungen im Bereich Kurzarbeit? Wie geht es weiter?

Ich freue mich auf den Austausch am Donnerstag. Jeder hat die Chance Fragen zu stellen und wir werden sehr umfassend über alles informiert. Es gibt keine Geheimnisse und Björn kommuniziert jederzeit offen und ehrlich darüber, wie die aktuelle Situation ist und gibt mir damit jederzeit ein gutes Gefühl.

Die Wochen vergehen und die Lage verbessert sich zunächst nicht, sodass ich im Mai gar keine Aufgaben mehr habe und vollständig in Kurzarbeit bin. Obwohl mir die Arbeit und die Kollegen fehlen, bin ich optimistisch und freue mich, dass ich noch einen Job habe – meine Probezeit endete nämlich genau in dieser kritischen Phase.

Die Sommertage genießen wir viel am See, im Tierpark und auf Spielplätzen, die inzwischen zum Glück wieder geöffnet haben. Der wöchentliche Call findet natürlich weiterhin statt und ich kann ortsungebunden daran teilnehmen und bleibe so immer auf dem neuesten Stand. Die stetige Verbindung zur Firma und zum gesamten Team gibt mir Sicherheit. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl schlecht informiert zu sein oder Angst um meinen Arbeitsplatz haben zu müssen. So war die Zeit ohne bzw. mit wenig Arbeit meine ganz persönliche Elternzeit 2.0 – für die Umstände ein absoluter Segen!

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Nach der Kurzarbeit

Inzwischen ist Oktober und ich bin wieder mit voller Stundenzahl und natürlich auch mit voller Kraft und voller Motivation zurück an meinem Arbeitsplatz. Das gesamte Team ist wieder da und arbeitet weiter daran Juvigo immer besser zu machen, um noch mehr Kindern und Jugendlichen unvergessliche Ferien zu bereiten. Den wöchentlichen Call gibt es in dieser Form nicht mehr, dafür einen Quarterly Letter, in dem unser Geschäftsführer Björn die aktuellen Entwicklungen zusammenfasst und auch seine Dankbarkeit gegenüber dem Team ausdrückt.

Ich wünsche Juvigo und der gesamten Touristik, dass sich die Lage rund um Corona bald beruhigt und jeder wieder schöne Urlaubsreisen erleben kann. Ich bin dankbar, dass es die Möglichkeit zu Kurzarbeit gibt!

5 / 5. Insgesamt: 6

Romie
Romie

Romie zieht als kreativer Kopf des Online-Magazins mit besonderem Geschick die Fäden, sobald es rund um PR und Marketing geht. Wenn sich Journalisten bei Juvigo melden, bildet sie die sympathisch-aufgeweckte Stimme hinter dem Team - und das aus erfahrener Überzeugung! Als Kind war Romie das ein oder andere Mal in den Reiterferien, ihr Herz gehört aber dennoch bis heute den Action-Camps, obwohl sie früher Neptunfeste als ihren Erzfeind auserkoren hatte. Stattdessen standen Nachtwanderungen und Schnipseljagden auf dem Lieblingsprogramm! Heute vertreibt sich Romie ihre Freizeit mit Nähen, Radfahren und dem Backen köstlicher Spezialitäten. Außerdem unternimmt sie viel mit Familie und Freunden.

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