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Huskycamp: Dein Ferienerlebnis mit Huskys

Dustin Macheleid vom Lausitzer Wege e.V. im Interview

Der Lausitzer Wege e.V. veranstaltet seit Jahren liebevoll gestaltete Ferienlager für Kinder und Jugendliche. Der Verein hat sich vor mehr als 15 Jahren das Ziel gesetzt die Lausitzer Geschichte unter dem Motto „Lausitzer Zeitreisen“ erlebbar zu machen. Das Huskycamp ist dabei eines unserer beliebtesten Sommercamps bei Juvigo und wir haben darüber mit Dustin Macheleid gesprochen.

Was ist das Besondere an den Feriencamps vom Lausitzer Wege e.V.?

Diese Frage möchten wir nicht allein beantworten, daher haben wir uns die Meinungen unserer Betreuer, einiger Ferienlagerteilnehmenden und den Hundebetreuern eingeholt.

Die ersten Besonderheiten, die sofort auffallen sind die Nähe zur Natur, eine ruhige Lage und die Atmosphäre. Durch die ruhige Lage mit sehr gut angelegten Wanderwegen rund um das Gelände, kann man schnell vom Alltag abschalten und sich auf andere Sachen konzentrieren und stört mit den Aktivitäten keine Anwohner. Trotz der Umzäunung haben die Kinder das Gefühl von Freiheit, da es auf dem vielfältig gestalteten Gelände viele Ecken zu entdecken gibt und sich die Kinder in anderen Bereichen als zu Hause ausprobieren können. Als Beispiel sei hier das Mitwirken an Bauprojekten wie den Lehmfachwerkhäusern oder der Slawensiedlung genannt. Somit bieten wir ausreichend freie Bewegungsmöglichkeiten an und die Möglichkeiten kreative Ideen mit einzubringen. Auch durch den schlechten Mobilempfang, können wir unser Konzept der Ferienlager ohne elektronische Geräte gut durchführen und somit für eine Entschleunigung des Alltags sorgen.

Betreuer sowie Mitarbeiter sind mit vollem Herzen bei ihrer Arbeit. Dadurch entstehen ein angenehmes Klima und fast schon familiäre Verhältnisse zwischen Verein, Betreuern und Kindern.

Durch die USB-Fotosticks, die wir zu den Camps anbieten, ermöglichen wir den Teilnehmenden Erinnerungen vom Camp zu erhalten.

Erwähnenswert ist auch die große Essens- und Getränkeauswahl zu den Mahlzeiten. Aus unserer Küche kommen ausschließlich ausgewogene und frische Speisen. 

Wie seid ihr auf die Idee gekommen Huskycamps zu veranstalten?

Unser Ziel ist es schon immer, die Verbindung zwischen dem Menschen und der Natur zu fördern, dazu gehören natürlich auch die Tiere. Hunde sind eine beliebte Tierart, die als Haustier gehalten wird. Wir möchten den Teilnehmenden zeigen, wie der korrekte Umgang mit Tieren ist, welche Arbeiten damit verbunden sind und welch enges Verhältnis zwischen Menschen und Tieren entstehen kann. Des Weiteren möchten wir auch unsere Angebote erweitern.

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Wo sind die Hunde das Jahr über, während keine Camps stattfinden?

Die Hunde selbst haben Besitzer, die die Hunde während der Camps zur Verfügung stellen. Die Kinder werden durch die Besitzer und den Musher (Schlittenhundführer) über den Umgang mit den Hunden angeleitet. Außerhalb der Camps befinden sich die Hunde bei den jeweiligen Besitzern.

Sind die Gruppen von 8 bis 16 Jahren gemischt oder bleiben die Jüngeren und Älteren unter sich?

In einem Campdurchgang können sich sowohl jüngere als auch ältere Kinder zur gleichen Zeit aufhalten. Bei der Unterkunftsbelegung jedoch schauen wir, dass sich in etwa gleichaltrige Kinder eine Unterkunft teilen.

Ist eine Vorerfahrung mit Hunden notwendig?

Vorerfahrungen sind gut, aber nicht zwingend notwendig. Die Kinder bekommen von den Hundebesitzern und dem Musher alles ausführlich beigebracht und erklärt.

Wie sieht ein typischer Tagesablauf im Camp bei euch aus?

Die Tagesabläufe im Mittelaltercamp, das wir neben den Huskycamps anbieten, können sehr individuell gestaltet werden, da es viele unterschiedliche Programmpunkte gibt und es auch im Ermessen des Lagerleiters liegt, was er in der Woche alles machen möchte.

Im Huskycamp sind die Programmpunkte schon einheitlicher, da es im Wesentlichen um die Pflege des Hundes geht. Nach dem Aufstehen werden die Hunde aus den Schlafboxen geholt und anschließend wird gefrühstückt. Dann folgt die erste lange Gassirunde und das Mittagessen mit anschließender Mittagspause zur Erholung. Am Nachmittag kann es unterschiedliche Programmpunkte geben, einheitlich sind dann wieder die Abendrunde mit den Hunden, Fütterungszeit und das Abendbrot. Kurz vorm Schlafengehen werden auch die Hunde in ihre Schlafboxen gebracht. Zwischendurch gibt es immer mal Freizeit zum Kuscheln mit dem Hund oder Toben und Spielen. Die Schlafenszeiten sind von 22:00 bis 7:30.

Was ist, wenn ein Teilnehmer und sein Patenhund gar nicht miteinander klarkommen?

Für den Fall besteht immer die Möglichkeit mit einem anderen Kind zu tauschen. Ob jemand mit dem Hund klarkommt oder nicht, sieht man meist in den ersten 2 Tagen und kann dadurch schnell reagieren. So an sich sind die Hunde jedoch sehr umgänglich.

Welche Aktivitäten finden zusätzlich statt? Wie kann ich mir das Programm rund um das Thema „Lausitzer Zeitreisen“ vorstellen?

Mit dem Projekt „Lausitzer Zeitreisen“ möchten wir Teilnehmenden sowie Interessierten zeigen, wie das Leben in der Lausitz noch vor der Braunkohle war. Wir haben uns dabei auf die Zeit der Slawen und Hussiten spezialisiert. Ehemalige Kollegen hatten auch eine Spezialisierung auf die Themen Steinzeit und Indianer. Dabei stellen wir für die damalige Zeit typische Alltagsabläufe, sowie verschiedene handwerkliche Methoden dar. Manche davon haben keine genaue Überlieferung und somit gleicht die Vorführung einem Experiment, welches mit jeder Durchführung verbessert wird. Die Kinder selbst schlüpfen in die Rolle eines Bewohners der jeweiligen Zeitepoche. Zusätzliche Aktivitäten können z. B. das Kochen über dem Feuer, Stockbrot, Nachtwanderungen, Entzünden eines Feuers auf alte Weise oder ein Abschlussprogramm sein.

Eltern könnten die Befürchtung haben, dass ihr Kind von einem Hund gebissen wird. Kam es schon einmal zu einem solchen Vorfall?

Nein. Natürlich muss man dem Hund auch genügend Freiraum geben und diesen nicht bedrängen. Hierüber werden die Kinder ausführlich belehrt. Dazu lernen sie auch, dass Hunde nicht einfach nur Kuscheltiere sind.

Wie ist der Betreuerschlüssel in eurem Camp?

Der Betreuerschlüssel schwankt zwischen 1:7 und 1:5. Dabei wird auch beachtet, dass immer ein weiblicher sowie ein männlicher Betreuer vor Ort sind.

Das Huskycamp gibt es im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter. Welche Jahreszeit ist die schönste für eine Woche mit dem Patenhund?

Die beste Jahreszeit für das Huskycamp sind die kälteren Jahreszeiten. Bei hohen Temperaturen sind die Huskys schneller erschöpft, aber dahingehend haben wir für die wärmeren Jahreszeiten ein paar abgeänderte Programmpunkte. Da wird z. B. mehr die zielgenaue Koordination des Hundes trainiert.

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Wieso sollten Eltern, Kinder und Jugendliche eine Ferienreise bei euch buchen?

Wir finden es wichtig den Menschen Wissen zu vermitteln, was wir durch individuelle Programmpunkte mit lehrreichen Inhalten sowie geschulten Betreuern ermöglichen können. Sei es nun das mittelalterliche Handwerkswissen oder das Leben in und mit der Natur oder der Umgang mit Tieren. Bei uns erfahren Kinder und Teilnehmer eine ausgeprägte Gruppendynamik und ein gutes Miteinander. Des Weiteren bieten wir Kindern, die immer wieder zu uns kommen auch die Möglichkeit an, ihre eigene Persönlichkeit zu fördern, indem diese bei bestimmten Sachen Verantwortungen übertragen bekommen. Natürlich steht bei uns auch viel Spaß und Unterhaltung auf dem Programm, um Kindern eine unvergessliche Abenteuerwoche zu ermöglichen.

Vielen Dank für das Gespräch!


Wenn du Fragen zu Tiercamps hast oder noch unsicher bist, ob ein Feriencamp vom Lausitzer Wege e.V. das Richtige für dein Kind ist, wende dich gerne jederzeit an unsere Kundenberater unter der 030 – 86 800 10 60.


Dustin Macheleid ist 27 Jahre alt und bereits seit 2013 als ehrenamtlicher Betreuer tätig. Seit Oktober 2018 arbeitet er festangestellt im Büro beim Lausitzer Wege e.V..

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Romie
Romie

Romie zieht als kreativer Kopf des Online-Magazins mit besonderem Geschick die Fäden, sobald es rund um PR und Marketing geht. Wenn sich Journalisten bei Juvigo melden, bildet sie die sympathisch-aufgeweckte Stimme hinter dem Team - und das aus erfahrener Überzeugung! Als Kind war Romie das ein oder andere Mal in den Reiterferien, ihr Herz gehört aber dennoch bis heute den Action-Camps, obwohl sie früher Neptunfeste als ihren Erzfeind auserkoren hatte. Stattdessen standen Nachtwanderungen und Schnipseljagden auf dem Lieblingsprogramm! Heute vertreibt sich Romie ihre Freizeit mit Nähen, Radfahren und dem Backen köstlicher Spezialitäten. Außerdem unternimmt sie viel mit Familie und Freunden.

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