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Dein Feriencamp mit BMX und Scooter

Im Interview mit Fionn Kortenbrede von INFACTION

Bei unserem Veranstalter-Partner INFACTION seid ihr genau richtig, wenn ihr auf der Suche nach professionell geleiteten BMX-Camps und Scooter-Camps seid. INFACTION steht dabei für „infizierende Action“ – Langeweile kommt in den Camps also garantiert nicht auf! Wir haben mit Fionn Kortenbrede, seit 2019 Geschäftsführer von INFACTION, gesprochen und er erzählt uns im Interview mehr über die Besonderheiten der Feriencamps, über nötige Schutzausrüstung sowie den typischen Tagesablauf im Camp.

Was ist das Besondere an euren BMX- und Scootercamps?

Als ich selbst noch Teilnehmer war, das war in den Jahren 2006, 2007 und 2009, da war für mich immer das Besondere am Camp, dass es zwar vor allem um BMX und Scooter ging, aber wir einfach auch eine kleine intime Jugendgruppe waren. Trotz teilweise großem Altersunterschied hat das, aufgrund guter Betreuer, immer wunderbar funktioniert. Das hängt auch damit zusammen, dass die Kinder und Jugendlichen meistens Einzelkämpfer sind. Sie kommen also ohne Freunde oder Geschwister ins Camp und so lernen sich viele wildfremde Menschen erst vor Ort kennen und es entstehen teilweise jahrelange Freundschaften.

Wie groß sind die Camps von INFACTION? Sind die Gruppen altersgemischt oder bleiben die Jüngeren und Älteren unter sich? 

Die Maximalauslastung liegt derzeit bei 16 Kids pro Camp. Eine Campgruppe nimmt dabei an allem gemeinsam teil. Ob das jetzt die Session im Skatepark ist oder das gemeinsame Abendessen, unser Frühstück und auch eventuelle andere Programmpunkte – wie zum Beispiel, wenn wir zusammen schwimmen gehen. Das bietet sich vor allem bei unserem Camp am Bodensee an. Wenn es das Wetter zulässt, können wir da morgens und abends noch einmal in den See springen. Und das findet alles in altersgemischten Gruppen statt. 

Achtet ihr dann bereits bei der Buchung darauf, dass ihr eine gute Altersstruktur habt?

Genau, das versuchen wir schon. Nehmen wir an, dass ein Camp voll besetzt ist mit 15- und 16-Jährigen und dann bekommen wir eine Buchung für einen Achtjährigen – dann sagen wir das den Eltern natürlich. Und die können dann gemeinsam mit dem Kind am besten entscheiden, ob es passt oder nicht. Ich habe da prinzipiell keine Bedenken, aber wenn das Kind oder die Eltern sich damit unwohl fühlen, dann gibt es natürlich immer Alternativtermine mit einer anderen Altersstruktur auf die umgebucht werden kann. 

Wie ist die Durchmischung von Jungen und Mädchen im Camp?

Das ist eine wichtige Frage! Leider haben wir nur selten Mädchen in unseren Camps. In Bremen waren vergangenes Jahr erstmals zwei befreundete Mädchen dabei. Das hatte ich weder als Trainer noch als Teilnehmer bisher erlebt. Aber ich habe das Gefühl, dass es zunimmt und man immer mehr Mädels sieht, die Scooter und BMX fahren. Dennoch sind es leider noch Einzelfälle. In diesen Fällen rufen die Eltern vor der Buchung tatsächlich sowieso meistens bei uns an und buchen nicht direkt. Und dann ist es genauso wie bei der Frage nach dem Alter: Die Eltern können gemeinsam mit dem Kind am besten entscheiden, ob das Camp für ihre Tochter infrage kommt oder sie zum Beispiel noch eine Freundin mitnimmt.

Müssen die Kinder bereits Erfahrung im BMX oder Scooter fahren haben oder sind eure Camps auch für absolute Neulinge geeignet?

Unsere Camps sind für alle Erfahrungsstufen geeignet. Wir haben speziell für unsere Anfänger und Anfängerinnen ein eigenes Programm entwickelt. Dennoch empfehlen wir Neulingen, dass sie vor einem Camp an einem Workshop teilnehmen. Diese werden teilweise auch erst durch die Workshops auf uns aufmerksam und nehmen dann an einem Camp teil. In den Camps können wir noch individueller auf die Kinder eingehen, da es oftmals mehrere Anfänger und Anfängerinnen gibt, die in einer Gruppe zusammenkommen. Empfehlenswert ist es aber auf jeden Fall, wenn die Kinder schon ein paar Monate mit einem BMX oder Scooter gefahren sind und das grobe Handling selber beherrschen. 

Finden neben dem BMX und Scooter fahren noch andere Programmpunkte statt? 

Unser Programm wird sehr individuell gestaltet und ist von der jeweiligen Gruppe abhängig. Am Bodensee gibt es zum Beispiel einen Wanderweg zu Wasserfällen. Die Wanderung dauert etwa eine Stunde und die haben wir schon zweimal gemacht. Aber wenn die Gruppe lieber nur Scooter und BMX fahren will, dann richten wir uns da ganz nach den Kids. Schließlich sind es ihre Ferien. Im Prinzip ist das Tagesprogramm aber auf das BMX- und Scooterfahren ausgerichtet und es gibt keine festen anderen Programmpunkte im Tagesverlauf. 

Was es aber natürlich gibt, sind Programmpunkte in der Abendgestaltung. Da machen wir gemeinsam ein Lagerfeuer, grillen, schauen zusammen eine DVD oder machen einen Spieleabend. Tagsüber ist der Fokus aber ganz klar auf die beiden Sportarten ausgerichtet. 

Wer sind die Betreuer in den Camps? 

Das ist ganz gemischt. Ein paar unserer Trainer sind angehende Lehrer. Vor allem sind es aber erfahrene BMX- und Scooterfahrer, die sowohl vom Alter her die nötige Erfahrung mitbringen, als auch vom fahrerischen Wissen. Etwa die Hälfte unserer Betreuer sind ehemalige Teilnehmer, die die Campstrukturen und die Vorgehensweisen gut kennen. Einige unserer Betreuer haben bereits pädagogische Erfahrung zum Beispiel als Pfadfinder und Gruppenleiter, als Skilehrer oder Jugendgruppenleiter. Die Betreuer sollten außerdem mindestens 20 Jahre alt sein – es gibt nur wenige Ausnahmen, wenn wir die Leute schon über viele Jahre kennen und ihnen das zutrauen. Ansonsten sind es eben vor allem Personen, die ein hohes fahrerisches Können haben, um die Lust am Programm zu wecken und Vermittlungspotenzial zu bieten. 

Besteht in den Camps eine Pflicht zum Tragen von Helm und Schutzausrüstung?

Ja, danke für die Frage! Ganz klar Pflicht sind Helm und Knieschoner. Alles andere ist freiwillig, aber natürlich zu empfehlen. Vor allem beim BMX würde ich ganz klar Schienbeinschoner empfehlen und Ellenbogenschoner – Handschuhe sind auch nicht verkehrt. Aber das zwingen wir keinem auf. Nur Helm und Knieschoner sind auf jeden Fall unumgänglich – egal, ob man bereits 18 Jahre alt ist oder nicht. 

Ist diese Pflicht für alle in Ordnung oder gibt es oft Beschwerden diesbezüglich?

Ja klar, gerade die Jugendlichen – so ab 13, 14 Jahren, tun sich da manchmal etwas schwer. Vor allem wenn sie bereits seit Monaten oder sogar Jahren ohne Knieschoner gefahren sind, da es von den Eltern nicht erzwungen wurde. Aber da führt kein Weg drum herum. Wenn sich jemand nicht an die Regeln hält – und sei es aus versehen – dann gibt es mindestens ein paar Minuten Fahrverbot. Da sind wir schon sehr hinterher. 

Das hat zum einen natürlich auch etwas mit der Versicherung zu tun und zum anderen möchte ich nicht, dass sich jemand im INFACTION-Camp sein Knie so sehr kaputt macht, dass er den Rest seinen Lebens Probleme damit hat. 

Was ist, wenn sich während des Camps ein Kind verletzt? Sind immer ausreichend Betreuer da, damit das verletzte Kind ärztlich versorgt werden kann? Und wie geht es dann für das Kind mit dem Camp weiter?

Mittlerweile versuche ich eigentlich immer zwei bzw. drei Trainer dabeizuhaben, wenn das Camp voll ausgebucht ist, damit eben nicht ein Teil der Kinder mit zum Arzt kommen muss, sondern weiter trainieren kann. 

Ja und wie geht es dann mit dem verletzten Kind weiter?! Wenn es jetzt ein Bruch ist, dann ist relativ klar, dass das Kind entweder nach Hause fährt oder, wenn es das Kind wünscht und die Verletzung es zulässt, es natürlich weiterhin im Camp bleiben kann.

Das war zum Beispiel 2019 einmal der Fall. Da waren drei Jungs aus der italienischen Schweiz im Camp und einer hat sich das Schlüsselbein gebrochen, weil er Hals über Kopf drauf los gefahren ist, ohne sich einweisen zu lassen. Er war dann sogar eine Nacht im Krankenhaus, aber ist die verbleibenden Tage noch im Camp geblieben und hatte dennoch super viel Spaß. Er konnte zwar nicht mehr fahren, aber es war trotzdem ein schönes Camp. Und seitdem ich die Geschäftsführung bei INFACTION übernommen habe, war diese Schlüsselbeinfraktur auch die schlimmste Verletzung. Ich möchte an dieser Stelle aber noch einmal ganz klar sagen, dass es da wirklich Eigenverschulden war, da er ohne Einweisung losgefahren ist. Normalerweise schauen wir an jedem Spot oder Skatepark und besonders an Plätzen, von denen wir wissen, dass diese schwieriger zu fahren sind, wo Besonderheiten und ggf. Gefahrenpotential besteht. Nachdem alle ein Auge auf den Skate- oder Dirtpark geworfen haben und wissen, worauf  zu achten ist, dürfen die Kids dann losfahren. Und das war dort einfach nicht der Fall.

Sind die Kinder über ihre normale Krankenversicherung abgesichert oder habt ihr noch eine spezielle Unfallversicherung? 

Genau, die Kinder sind über sich selbst – privat oder gesetzlich – versichert. 

Wie häufig kommen solche ernsthaften Verletzungen vor?

Also wenn wir von ernsthaften Verletzungen reden, dann ist das schon der Ausnahmefall. Aufs Jahr gesehen sind das vielleicht zwei, maximal drei Situationen, die im Krankenhaus bearbeitet werden müssen. Das kann aber auch mal nur eine Wunde sein, die genäht werden muss. So richtig ernste Sachen, wie Brüche, kommen wirklich nur ein- bis zweimal pro Jahr vor. Aber die ein oder andere Prellung oder ein blauer Fleck bleiben definitiv nicht aus. Das gibt es mindestens einmal pro Camp. 

Wie ist der typische Tagesablauf in einem eurer Camps?

Die Kinder stehen in den Camps zwischen 8:30 Uhr und 9:30 Uhr auf – das variiert je nach Camp und je nach Gruppe, sodass es um 9 Uhr bzw. 10 Uhr spätestens Frühstück gibt. Beim Frühstück machen sie sich auch ihren Tagesproviant fertig. Die Kids versorgen sich selber und müssen genügend Brot, Brötchen und Obst einpacken, damit sie über den Tag versorgt sind. Nachdem dann gemeinsam abgeräumt und ggf. abgespült wurde, geht es um 11 Uhr in Richtung Autos und ab zum Skatepark.

Die Fahrtzeit zu den jeweiligen Spots variiert sehr stark. Das können mal nur 10 Minuten sein und zu anderen Parks benötigt man 1,5 Stunden. Die Session am Skatepark ist dann in der Regel 6 bis 8 Stunden – kann aber auch einmal 10 Stunden gehen. Wobei das dann schon ein Extremfall ist. Im Normalfall sind wir am Tag von 12 bis 18 Uhr im Skatepark, je nachdem wo wir hinfahren. Daran anschließend orientiert sich dann das Abendessen. Das findet zwischen 19 Uhr und allerspätestens 21 Uhr statt – aber auch das ist wieder ein Extremfall. Wenn wir vorher bereits wissen, dass wir eine längere Anreise und dementsprechend längere Rückfahrt haben, dann versuchen wir zum Beispiel schon am Skatepark zu grillen. Das ist für die Kids meistens auch ein Highlight und eine schöne Abwechslung. 

Mit den jüngeren Kids kann es bei diesen Zeiten schon einmal zu Problemen kommen, aber da achten wir schon drauf. Wenn beispielsweise ein Drittel der Gruppe unter 10 Jahren ist, dann wird der Tag auf jeden Fall etwas anders gestaltet. Dann geht es morgens früher los, sodass wir Abends auch entsprechend früher zurück sind. Es hängt immer von der Gruppe ab und auf diese reagieren wir entsprechend flexibel. 

Aber es sind ja auch die Ferien der Kinder und deshalb sollte das eigentlich so in Ordnung sein. Und da wir tagsüber keine anderen Programmpunkte haben, die die Freizeit vertreiben, nutzen wir die Zeit bestmöglich, um BMX und Scooter zu fahren. 

Was rätst du unseren Eltern, Kindern und Jugendlichen, die noch nicht sicher sind, ob ein Camp von INFACTION das Richtige für sie ist?

Ich kann immer empfehlen zu einem Workshop oder Privattraining von uns zu kommen, um zu schauen, ob es einem gefällt. Interessenten können aber auch immer vorab bei uns oder bei Juvigo anrufen und sich beraten lassen. Da haben wir am Telefon oft schon ein gutes Gespür dafür, ob das Kind schon mehrere Tage ohne Eltern klarkommt. In den meisten Fällen ist das altersabhängig, aber es gibt auch Einzelfälle. Letztes Jahr hatte ich zum Beispiel einen Siebenjährigen dabei, der ursprünglich ohne Übernachtung teilnehmen wollte. Aber weil es ihm so gut gefallen hat und er mit der Gruppe klarkam, ist er dann doch über Nacht geblieben. 

Außerdem können interessierte Kids auch mal auf dem INFACTION Youtube- und Instagram-Kanal vorbeischauen. In den Videos können sie ganz schön sehen, wie die Stimmung in unseren Camps ist. 

Vielen Dank für das Gespräch!


Wenn du Fragen zu unseren Feriencamps hast oder noch unsicher bist, ob ein Camp von INFACTION das Richtige für dein Kind ist, wende dich gerne jederzeit an unsere Kundenberater unter der 030 – 86 800 10 60. Oder schreibe eine Mail an beratung@juvigo.de.


Fionn Kortenbrede (30) ist seit über 15 Jahren im BMX-Sport unterwegs und bereits seit 10 Jahren für INFACTION tätig. Zuerst war er selbst Teilnehmer, dann Trainer und seit 2019 ist er Geschäftsführer.

Privat ist Fionn frisch gebackener Papa und lebt mit seiner Partnerin in ihrem Heimatland Finnland. Er liebt es zu Reisen und dabei mit dem BMX neue Skateparks und Spots zu erkunden. Seine Faszination für das BMX-Fahren gibt er mit großer Leidenschaft in den INFACTION-Camps weiter.

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Romie
Romie

Romie zieht als kreativer Kopf des Online-Magazins mit besonderem Geschick die Fäden, sobald es rund um PR und Marketing geht. Wenn sich Journalisten bei Juvigo melden, bildet sie die sympathisch-aufgeweckte Stimme hinter dem Team - und das aus erfahrener Überzeugung! Als Kind war Romie das ein oder andere Mal in den Reiterferien, ihr Herz gehört aber dennoch bis heute den Action-Camps, obwohl sie früher Neptunfeste als ihren Erzfeind auserkoren hatte. Stattdessen standen Nachtwanderungen und Schnipseljagden auf dem Lieblingsprogramm! Heute vertreibt sich Romie ihre Freizeit mit Nähen, Radfahren und dem Backen köstlicher Spezialitäten. Außerdem unternimmt sie viel mit Familie und Freunden.

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